Das CSO trauert
um Patrick Strub

In großer Bestürzung und Trauer müssen wir heute mitteilen, dass unser langjähriger künstlerischer Leiter Patrick Strub am 27. Oktober 2026 plötzlich verstorben ist. 

Patrick Strub hat das CSO über 45 Jahre hinweg geleitet und verabschiedete sich von ‚seinem‘ Orchester in einem denkwürdigen Abschlusskonzert in der Liederhalle im Dezember 2024. Er hat als Dirigent, musikalischer Coach, Spiritus rector, Organisator und Menschenfänger das Orchester zu dem gemacht hat, was es heute ist.

Auch in den letzten Jahren bestanden vielfältige enge Kontakte zum Orchester, das ihn zu seinem Ehrendirigenten ernannt hat. Patricks Leben war weiterhin voller Pläne und musikalischer Projekte; erst im September hat er die Junge Waldorf-Philharmonie in einem begeisternden Konzert im Stuttgarter Hegelsaal dirigiert, mit seinem Streichorchester Arcata war das nächste Konzert für Ende Oktober geplant. 

Patrick hat uns bei der Probenarbeit immer die existentielle Dimension der Musik nahegebracht – dafür stand er ein mit seiner Energie und seinem Charisma. Wie oft füllte er den Notentext mit Gehalt und sprach von Schicksal und Tod, von Liebe und Erlösung. „Hier müsst ihr um euer Leben spielen!!!“ rief er bei den entsprechenden Passagen bei Brahms und Bruckner, Beethoven und Tschaikowsky, Mahler und Schostakowitsch. Unvergessen sind die Konzertmomente, in denen wir diese Dimension gemeinsam mit Patrick spüren und realisieren konnten.  

 

Nun ist er seinen Helden, nun ist er seiner Frau Gisela, bis 2019 Flötistin beim CSO, näher. Als Musiker und Freund, als Persönlichkeit und erfahrener Mentor, als Patrick fehlt er uns schmerzlich. 

Die folgende Strophe stammt aus dem Hesse-Gedicht „Beim Schlafengehen“, das Richard Strauss in den von Patrick sehr geliebten (und mit dem CSO 2006 realisierten) „Vier letzten Liedern“ vertont hat: 

„Und die Seele unbewacht
Will in freien Flügen schweben,
Um im Zauberkreis der Nacht
Tief und tausendfach zu leben“